Quartier Remishueb



Die Siedlung Remishueb 1 befindet sich an der Cunzstrasse und der Imbodenstrasse im Osten der Stadt St.Gallen und zeichnet sich durch ein besonders familien- und kinderfreundliches Wohnkonzept aus. Das gesamte Quartier wurde darauf ausgelegt, ein sicheres und angenehmes Umfeld für die Bewohnerinnen und Bewohner zu gewährleisten. Alle Strassen, Wege und Plätze – insbesondere die Imbodenstrasse und die Cunzstrasse – sind verkehrsberuhigt und durch Schranken für den motorisierten Durchgangsverkehr gesperrt, wodurch geschützte, ruhige Bereiche für Aufenthalte und Spielmöglichkeiten entstehen.

Das Quartier liegt in unmittelbarer Nähe zum Naherholungsgebiet Stephanshorn Höchsterwald, zur Klinik Stephanshorn (Hirslanden) und grenzt an landwirtschaftliche Flächen, die den Übergang zur Nachbargemeinde Mörschwil bilden. Das Naturmuseum und der botanische Garten befinden sich in unmittelbarer Gehdistanz.
Gewerbebetriebe in der Umgebung sowie die nahe gelegenen Schulen (Zil und Oberzil) und Kindergärten ergänzen das Angebot und tragen zur Attraktivität des Standorts bei.

Die Anbindung an den öffentlichen Verkehr erfolgt über die VBSG-Buslinie sowie verschiedene Postautokurse; zudem ist der Autobahnanschluss Neudorf Richtung Zürich und Bodensee schnell erreichbar.

 

Die Stadt St.Gallen mit dem Quartier Remishueb ganz im Osten.

Portrait der Remishueb im Magazin Hochparterre


Zurück  in die Remishueb...

Im Jahr 1992 war Hochparterre auf Baustellenbesuch beim Pionierprojekt Remishueb in St. Gallen.
Ein erneuter Termin zeigt: Der genossenschaftliche Bau hält, was er versprach.

Lesen Sie hier den Bericht zur Remishueb zum erneuten Besuch im Jahr 2025.
(Urheber und Besitzer des Artikels: Hochparterre)


Geschichte der Siedlung Remishueb


Die Geschichte des genossenschaftlichen Wohnquartiers Remishueb in St. Gallen ist eng mit der Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus in der Stadt verbunden und vollzog sich in mehreren Etappen.

Die Idee für ein genossenschaftliches Wohnquartier in der Remishueb am östlichen Stadtrand von St. Gallen reicht bis ins Jahr 1919 zurück, als die Stadt bereits einen Wettbewerb für sozialen Wohnungsbau ausschrieb. Dieses frühe Vorhaben wurde jedoch durch die Stickereikrise jäh gestoppt.

Die konkrete Realisierung begann erst Jahrzehnte später:

  • 1980er Jahre: Die Stadtplanung holte das Wohnbau-Areal Remishueb als Antwort auf eine SP-Initiative zur Förderung des Wohnungsbaus wieder hervor.

  • 1982: Für das rund 22′500m2 grosse Areal wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben.

  • 1989: Die Wohnbaugenossenschaft Remishueb wurde gegründet.

  • 1990: Der Genossenschaftsverband Höchst-Remishueb (GVHR) wurde am 4. September gegründet, um die gemeinsamen Interessen der angeschlossenen Genossenschaften zu wahren und zu fördern.

  • 1992: Die erste Bauetappe ("Remishueb 1") wurde als Modell-Wohnbauquartier fertiggestellt. Sie umfasst heute mehrere Untergenossenschaften wie die Genossenschaft Achslenblick, Genossenschaft Habilon und Genossenschaft Remishueb-Imboden. Das Quartier zeichnet sich durch verkehrsfreie Strassen (Imbodenstrasse, Cunzstrasse) aus und gilt als sehr familien- und kinderfreundlich.

  • 2000: Die politische Gemeinde St. Gallen schrieb weiteres Bauland in der Remishueb (Remishueb 2) im Baurecht zur Überbauung aus.

  • 2002/2003: Die zweite Bauetappe ("Remishueb 2") entstand. Diese Überbauung wurde koordiniert mit anderen Planern realisiert und beinhaltete unter anderem einen markanten "Kopfbau" und Doppel- sowie Einfamilienhäuser.

  • 2020er Jahre: Die Wohnbaugenossenschaft REM3 wurde mit dem Ziel gegründet, die dritte und letzte Bauetappe der Remishueb zu planen, zu realisieren und zu nutzen.

 

Die Remishueb ist somit ein wichtiges Beispiel für die Entwicklung des gemeinnützigen und genossenschaftlichen Wohnungsbaus in St. Gallen, das sich über mehrere Jahrzehnte und Bauetappen bis in die Gegenwart fortsetzt.


Das Quartier ist ständig im Wandel und wird laufend weiterentwickelt.